Einbezug hilft

Ein Klassiker: Planung eines Neubaus in einem Unternehmen. Chefsache, wird im kleinen Kreis verhandelt. Man spricht mit Architekten, Banken und Steuerberatern, nur nicht mit denen, die das neue Gebäude bewohnen sollen. Warum auch? Das kostet Zeit und schließlich wird ja sorgfältig und unter Expertenbeteiligung geplant. Irgendwann ist das Ding (Konstruktions- oder Lagerhalle, Bürogebäude, bitte ankreuzen) dann fertig und wird voller Stolz und mit TamTam eingeweiht. Und dann kommen die, die darin arbeiten sollen. Aber was ist da los? Es wird gemeckert, kritisiert und gemotzt. Möbel und andere Gerätschaften werden einigermaßen lieblos behandelt, das Gebäude verwahrlost schneller, als es gebaut wurde. Das Verhältnis zwischen Geschäftsleitung und Belegschaft ist angespannt, Appelle zu mehr Ordnung und Sorgfalt verhallen ungehört…

Übertrieben? Oder kommt uns dieses Szenario irgendwie bekannt vor?

Es geht auch anders. Einbezug ist das Mittel der Wahl. Aus unbeteiligten Betroffenen werden ganz schnell Opfer und Verlierer. An Prozessen beteiligte Mitmacher fühlen sich ernstgenommen, gehört und wertgeschätzt. Wie immer das Ergebnis am Ende ist, es ist ein Teil ihrer Mitwirkung enthalten. Diese Tatsache verändert die Haltung zum Neuen fundamental und sorgt letztlich sogar dafür, dass auch Kompromisse gerne eingegangen werden.