Warum wir Trump (und all die anderen) irgendwie verdient haben

Zeit, sich in der politisch korrekten Empörungsecke mal wieder unbeliebt zu machen. Finde ich. Nichts ist zur Zeit einfacher, als sich über den neuen amerikanischen Präsidenten aufzuregen. Oder lustig zu machen. Oder komplett die Fassung zu verlieren. Und nicht nur über den. Es gibt ja um die Ecke am Bosporus noch den Sultan Recep Tayip und weiter östlich den Zar Vladimir. Ach ja, und die anderen Herrschaften: Orban, Le Pen, Wilders, Farrage, Kaczinsky und wie sie noch alle heißen. Man vergisst glatt die traditionellen Krisenherde der letzten Jahrzenhnte. Irgendwo muss da ein Nest sein – es kann einem Angst und Bange werden. Wirklich.  Da hilft auch die gute Nachricht nicht viel, dass sich die AfD im eigenen Haus gerade selbst zerlegt und mit etwas gutem Willen bis September noch die Fünfprozenthürde durchbricht. Von oben. Weiterlesen

Bruttonationalglück

Neulich stolperte ich über einen Artikel im Time Magazine. Es ging um das kleine Land Bhutan und seinen GNH (Gross-National-Happiness) Index. Ökonomisch-materiell sozialisiert, wie ich nun mal bin, musste ich erst einmal schmunzeln und dachte so: „Ach ja, die Buddhisten. Irgendwo am Arsch der Welt mag das ja gehen, dass man Glücklichsein als Indikator für den Erfolg einer Nation her nimmt…“ Beim zweiten Nachdenken wurde mir schnell klar, wie bescheuert dieser Gedanke ist.

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Ein paar Gedanken zum Thema Integration

Nein, ich möchte hier nicht Thilo S. und seine verquasten Thesen wieder aufwärmen. Ich möchte auch nicht der Frage nachspüren, wieviele unserer migrationshintergründigen Mitbürger nun tatsächlich integrationswillig sind oder nicht. Mich interessiert auch nicht, ob die Piraten regierungsfähig sind. Oder ob Occupy ein gemeinsames inhaltliches Ziel hat oder nicht. Oder, oder, … Weil all diese Fragen insofern falsche Fragen sind, als der Streit darüber letztlich verhindert, endlich darüber zu reden, warum unsere Gesellschaft seit Jahren in zunehmendem Maße Parallelgesellschaften produziert. Weiterlesen

Occupy

Wie sagte der von mir hochgeschätzte Herr Gauck neulich noch gleich?
Die Occupy Bewegung sei eine Bewegung von unglaublicher Albernheit. Aha. Lieber Herr Gauck. Kann es sein, dass Sie hier etwas wichtiges übersehen haben? Sicherlich kann man darüber streiten, ob dieser unsortierte, über den ganzen Globus verstreute Haufen inhaltlich substantielles oder gar konsistentes zu bieten hat. Weiterlesen

Dickschiffe und Piraten

Viele wundern sich zur Zeit über den geradezu atemberaubenden Erfolg der Piratenpartei. Ich nicht. Ich verstehe, ehrlich gesagt, nicht so ganz, wie man diese Bewegung, denn das ist es mehr noch als eine Partei, so großartig unterschätzen kann. Für mich sind die Piraten – bitte nicht schlagen – der zeitgemäße Ersatz für eine gänzlich überflüssig gewordene FDP. Weiterlesen

Chaos und Hoffnung

Was in vier Wochen so alles passiert; man weiß gar nicht mehr, wie man alles verstoffwechseln soll. Rücktritte (Koch-Mehrin), aberkannte Doktortitel (Veronika Saß), ein toter Top-Terrorist (bin Laden), peinliche Personalspielchen in einer Nischenpartei (FDP), ein Abstieg aus der 1. Liga (Eintracht), U-Haft für den Weltwährungshüter (Strauss-Kahn) und eine Versöhnung im nahen Osten (Hamas / Fatah). Und das sind nur die Highlights. Weiterlesen

Neue Politiker braucht das Land

Da ist der Freiherr gerade von unverdrossenen Plagiatsjägern im Internet zur Strecke gebracht worden und man sollte meinen, alle haben was daraus gelernt. Pustekuchen. Auf den Geschmack gekommen, hat die fröhliche Jagdtruppe auf der Wiki-Plattform „Vroniplag“ zum munteren Halali auf die Stoiber-Tochter Veronica Saß geblasen und sich dabei gleich noch einige weitere promovierte Politprommis vorgenommen. Im Moment ist gerade die europäische Vorzeigeliberale Silvana Koch-Mehrin mit geschätzten 25% Plagiatsanteil auf den vorderen Rängen anzutreffen. Weiterlesen

Von Doktoren, Ministern und Revolutionen.

Gestern las ich einen facebook-Post, der wie folgt lautete: „Da beschießt der Irre in Libyen Demonstranten aus Kampfjets und wir diskutieren über abgeschriebene Doktorarbeiten“. Das ist der eine Teil der Wahrheit: Wenn man keine echten Probleme hat, macht (oder schreibt) man sich welche. Aber ich denke doch, dass es so etwas wie ein ernsthaftes Problem gibt rund um die „Guttenberg-Geschichte“. Weiterlesen