Hört endlich auf, zu implementieren!

Lean, agil, digital, Hauptsache egal.
Agilität ist der definitive Hype – alle wollen agiler werden. Müssen es wohl irgendwie auch.
Aber egal, welches Modell oder welche Methode für mehr Agilität sorgen soll, bei der Implementierung hapert es irgendwie fast immer.
Was ich nicht verstehe, ist, dass viele das nicht verstehen. Da wird doch qualifiziert und geschult, was das Zeug hält und trotzdem…
Dabei wäre es eigentlich viel überraschender, wenn es funktionieren würde. Das mit dem Implementieren… Weiterlesen

Führungskräfte. Entwicklung?

Führungskräfte müssen sich (weiter-)entwickeln. Darüber herrscht weitgehend Einigkeit. Es gibt sogar professionelle Führungskräfteentwickler, sozusagen Spezialisten für das Entwickeln von Führungskräften. Anders gesagt: Viele Führungskräfte delegieren die Aufgabe, sich zu entwickeln, an Dritte, die dafür Experten sind. Sie lassen sich sozusagen entwickeln. Und ihre Mitarbeiter am besten gleich mit. Aha. Dann ist ja alles in besten Händen.
Oder ist da vielleicht doch ein Haken an der Sache?  Weiterlesen

Warum wir Trump (und all die anderen) irgendwie verdient haben

Zeit, sich in der politisch korrekten Empörungsecke mal wieder unbeliebt zu machen. Finde ich. Nichts ist zur Zeit einfacher, als sich über den neuen amerikanischen Präsidenten aufzuregen. Oder lustig zu machen. Oder komplett die Fassung zu verlieren. Und nicht nur über den. Es gibt ja um die Ecke am Bosporus noch den Sultan Recep Tayip und weiter östlich den Zar Vladimir. Ach ja, und die anderen Herrschaften: Orban, Le Pen, Wilders, Farrage, Kaczinsky und wie sie noch alle heißen. Man vergisst glatt die traditionellen Krisenherde der letzten Jahrzenhnte. Irgendwo muss da ein Nest sein – es kann einem Angst und Bange werden. Wirklich.  Da hilft auch die gute Nachricht nicht viel, dass sich die AfD im eigenen Haus gerade selbst zerlegt und mit etwas gutem Willen bis September noch die Fünfprozenthürde durchbricht. Von oben. Weiterlesen

Industrie viernull – und was ist mit Führung? Immer noch einsnull?

Industrie 4.0. Digitalisierung der Arbeitswelt. Ein Riesenthema. An jeder Ecke gibt es dazu eine Veranstaltung, alle machen mit. Verbände und Interessengruppen, die Politik, die Beraterzunft. Und alle sind sich irgendwie einig, dass das Ganze eine radikale Umwälzung für die Arbeitsumgebungen von morgen ist. Internet der Dinge. Kommunikation zwischen Maschinen. Hört sich tatsächlich nach einer Riesenherausforderung an. Aber für wen eigentlich genau und in Bezug worauf? Weiterlesen

beziehungsweise

Wenn in Organisationen über „Change“, „New Work“ und „Führung x.0“ nachgedacht wird, taucht das Thema Kommunikation ganz oben mit auf.
„Erfolgreiches Change-Management braucht eine gute Kommunikation“, heißt es zum Beispiel. Oder: „Wir müssen unsere Leute kommunikativ gut abholen, damit der Rollout funktioniert“.
Dabei stellt sich mir immer wieder die Frage: Geht es hierbei wirklich um Kommunikation, oder wird der Begriff nicht eigentlich viel mehr zum Synonym für das attraktive Verpacken fertiger Modelle und detailliert beschriebener Prozesse, die sich wenige ausgedacht haben, um sie dann vielen überzustülpen? Weiterlesen

Himmelfahrtskommando für Manager

Manager sind in einer misslichen Lage. Einerseits haben sie die Aufgabe – so wird es zumindest immer wieder gesagt – , endlich dafür zu sorgen, dass etwas vorwärts geht, dass Dinge anders (im Sinne von besser) laufen und endlich, ENDLICH! die Mitarbeiter das liefern, was sie draufhaben. Mehr (Eigen-) Verantwortung übernehmen. Mehr Engagement zeigen. Weniger krank sind. Kreativ sind, eigenständig denken. Und dabei voll motiviert sind…
Und das, bitte, ohne dass die Bedeutung und der Status der Manager in Mitleidenschaft gezogen werden. Schließlich sind sie es ja, die all das geforderte organisieren sollen. Und das geht schließlich nur, wenn man die Macht dazu hat und präzise steuert. Das Ganze nennt man dann Changemanagement.
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es ist an der Zeit…

…mal wieder was zu schreiben.
Hab ich mir so gedacht – Es ist ja eine Weile her und es passiert wahrlich vieles, was ein paar Zeilen wert wäre.

Und so nehme ich den Ball mal wieder auf und revitalisiere meinen kleinen Blog.

Ich hoffe, den einen oder anderen lesenswerten Beitrag beisteuern zu können und – um es mit dem Mediamarkt zu sagen:

Hauptsache, Ihr habt Spass!
Stay tuned

Alle Jahre wieder

Es ist wieder soweit. Weihnachten steht vor der Tür (und zwar vor jeder, die man aufmacht, ob man will oder nicht). Im Radio laufen die gesammelten Tiefpunkte des Schaffens ansonsten von mir sehr respektierter Künstler – Paul Mc Cartney, Bryan Adams, und wie sie alle sonst noch so heißen. Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich wirklich wissen will, wer sich alles hat hinreißen lassen, sämtliche guten Vorsätze seines musikalischen Schaffens in die Tonne zu treten, um endlich auch einen Weihnachtshit zu haben. Da fällt mir auf, wenn man dieses Wort genau liest, sieht man, das da auch der Wortbestandteil shit drinsteckt – interessanter Zufall. Oder doch programmatisch? Egal, ich mache mir Sorgen. Und zwar um mich. Je mehr Bells jingeln, je whiter das Chrtistmas und je penetranter die Triangeln zum Geklapper der Rentierhufe schallen und sich das Ganze dann noch mit dem penetranten, allgegenwärtigen Geruch von Zimt, Lebkuchen und Glühwein vermischt, desto mehr verdichten sich in mir Gewaltfantasien von in Massen gemordeten Rentieren, auf deren gigantischem Grab sich ein mittelgebirgsformatiger Haufen von Schlitten, roten Pappnasen und Glöckchen auftürmt. Drum herum steht eine 5-stellige Armee von Weihnachtsmännern, die sich an den Bärten festhalten. Das Ganze wird dann in glühweinfarbenen Kunstharz gegossen als ewiges Mahnmal des schlechten Geschmacks, als Pilgerort für Ruhesuchende – als ein Ort, wo das akustische Weihnachten für immer verstummt ist.

Das Leben ist schön.

Neulich hatte ich mit meinem Sohn (20 Jahre alt) ein schönes abendliches Vater-Sohn Gespräch. wir saßen zusammen beim Spanier, haben Tapas, Brot und Aioli gegessen und über das Leben gesprochen.

Ein Satz von ihm, der mich besonders berührt und nachdenklich gemacht hat, war: „Weißt Du, was ich total geil finde? Das Leben, die Menschen, die Zusammenhänge zwischen den Dingen – das alles ist so unfassbar komplex und miteinander verwoben, das flasht mich total! Ich kann gar nicht genug davon kriegen.“
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Bruttonationalglück

Neulich stolperte ich über einen Artikel im Time Magazine. Es ging um das kleine Land Bhutan und seinen GNH (Gross-National-Happiness) Index. Ökonomisch-materiell sozialisiert, wie ich nun mal bin, musste ich erst einmal schmunzeln und dachte so: „Ach ja, die Buddhisten. Irgendwo am Arsch der Welt mag das ja gehen, dass man Glücklichsein als Indikator für den Erfolg einer Nation her nimmt…“ Beim zweiten Nachdenken wurde mir schnell klar, wie bescheuert dieser Gedanke ist.

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